Zukünftige Fünftklässler erleben Unterricht am Leibniz-Gymnasium

Am 20. Januar 2018 fand am Leibniz-Gymnasium in Bad Schwartau der „Tag des offenen Klassenzimmers“ statt. Für die Schüler/-innen und Lehrkräfte des Leibniz-Gymnasiums bedeutete das, sich ausnahmsweise an einem Samstag auf den Weg zur Schule zu machen. Für viele war das im ersten Moment ungewohnt, denn samstags fuhren auch die Busse und Züge zu anderen Zeiten. „Ich persönlich hätte es bevorzugt, den Tag des offenen Klassenzimmers unter der Woche zu veranstalten“, erklärte Fritz Engeln, Oberstufenschüler am Leibniz-Gymnasium. Doch unter der Woche arbeiten auch die meisten Eltern der Viertklässler, die sich einen Einblick in den Unterrichtsalltag verschaffen wollten. Aus diesem Grund bot sich der Samstag an, damit sowohl Eltern als auch Schüler Zeit hatten, sich den Unterricht anzusehen.

Ziel des „offenen Klassenzimmers“ ist es, den jetzigen Viertklässlern und ihren Eltern fünf Wochen vor der Anmeldezeit an den weiterführenden Schulen einen lebendigen und authentischen Einblick in die Unterrichtspraxis am Leibniz-Gymnasium zu ermöglichen. „Die Lehrkräfte haben sich bemüht, den Kindern den typischen Unterricht zu zeigen und ihnen nichts vorzumachen, sie aber auch aktiv mitmachen zu lassen, wo es möglich ist“, so Birgitta Jaecks, Leiterin der Orientierungsstufe und Organisatorin dieses Tages .
Die Eltern konnten sich zuvor für den Unterricht anmelden, so dass die insgesamt 290 Gäste gut auf die unterschiedlichen Klassen verteilt werden konnten. Um den Kindern zu ermöglichen,  mehrere Fächer in verschiedenen Klassen ansehen zu können, wurden die Unterrichtsstunden in jeweils zwei zwanzigminütige Phasen geteilt.

Tobias Pump, ein Viertklässler, der mit seinen Eltern am Tag des offenen Klassenzimmers teilgenommen hatte, hat am besten der Sportunterricht gefallen, in dem Indian Touch gespielt wurde. „Das ist so ähnlich wie Brennball“, erklärte er. Andere Schüler erzählten begeistert vom Trommeln im Musikunterricht oder vom Gestalten von Masken in der Kunststunde.

Eins der Ziele sei es gewesen, den Schülern auch Fächer nahezubringen, die sie in der Grundschule noch nicht kennengelernt hatten und ihnen zu zeigen, welche neue Ausrichtung in bereits bekannten Fächern wie etwa Englisch auf sie zukommen würde. „Das meiste habe ich verstanden“, berichtete Johanna Sophie Otto nach einer Stunde Englisch in der fünften Klasse.

Auch Kathrin Otto, die Mutter der Viertklässlerin, war positiv überzeugt: „Ich finde, das ist eine tolle Sache mit dem Tag der offenen Tür. Da bekommen die Schüler nochmal ganz anders mit, wie das hier ist. Besonders diesen Trubel in den Pausen!“

Am Ende des Tages konnten die Schüler/-innen und Lehrkräfte glücklich mit dem Ergebnis sein.
„Ich finde es cool, dass unsere Schule so etwas macht. Das hätte ich vor meinem Schulwechsel auch gerne gehabt“, findet Amelie Herting, Schülersprecherin des Leibniz-Gymnasiums, die zusammen mit anderen Schüler/-innen der Oberstufe den Familien beim Wechseln der Räume geholfen hat.
Auch Frau Jaecks berichtete zufrieden: „Es hat mich sehr gefreut, dass viele Viertklässler so begeistert waren und immer noch mehr Unterrichtstunden sehen wollten“. Dies bestätigte Mia Welde, die am Samstag in die Fächer Deutsch, Englisch, Kunst und Erdkunde hineinschnuppern durfte. „Dankeschön, der Tag war echt toll“, verabschiedete sie sich von Frau Jaecks. „Am liebsten würde ich gleich Montag früh wiederkommen“.

Zwar wird sich dieser Wunsch noch nicht sofort erfüllen können, doch bestimmt werden schon nach den Sommerferien einige der Viertklässler das Leibniz-Gymnasium als ihre neue Schule bezeichnen können.

Miriam Schüler

Tags: Jaecks, Sextaner, 2018, Tag des offenen Unterrichts