Aktuelles aus dem Leibniz
"Von Brecht zu Marthaler ... zu uns" (Aufführung DS Q2)
Beginn: Donnerstag, 09. März 2017, 19:00 Uhr |
|||
-eine Aufführung des Q2 Darstellendes Spiel Kurses Was würde passieren, wenn Bertolt Brecht auf Christoph Marthaler treffen würde? Eine Collage aus Szenen epischen Theaters und postmodernen Theaters? Kann das überhaupt funktionieren? -Wir sagen: „Ja, natürlich!“. Und wir meinen, die zwei Regisseure hätten sich bestimmt sehr gut untereinander (und auch mit uns) verstanden.
Das postmoderne Theater nach Marthaler beabsichtigt auch, dass sich seine Zuschauer eine eigene Meinung zum Geschehen bilden. Das Aufgeführte ist ein „Stück“ und kein Drama mehr; der herkömmliche sog. Spannungsbogen ist wie schon bei Brecht aufgelöst. Ein zentrales Mittel ist die Visualisierung, die dennoch keinerlei Illusionen hervorrufen soll. Für das Bühnenbild in Marthalers Stücken ist häufig Anna Viehbrock zuständig. Charakteristisch für ihr Bühnenbild ist, dass es nicht perfekt aussieht.ÂÂ Oft funktionieren Objekte auch nicht bzw. entsprechen nicht ihrer Funktion. Das passt auch zu Marthalers Figuren, die meistens Außenseiter sind oder zumindest untereinander keinen sinnvollen Austausch erreichen. Wir haben daran gearbeitet, diese Aspekte in unser Stück einfließen zu lassen und hoffen, euer Interesse geweckt zu haben.
Richard Pergande (Q2) |
|||
LEIBNIZ-GYMNASIUM BAD SCHWARTAU












Von Brecht zu Marthaler ... zu uns
Was ist denn besonders charakteristisch für das epische Theater und für das postmoderne Regietheater? Das epische Theater nach Brecht beabsichtigt seine Zuschauer auf Distanz zu halten, damit diese das Geschehen kritisch betrachten können und möglichst eine kritische Haltung zu gesellschaftlichen Missständen einnehmen sollen. Somit ähnelt das epische Theater einer Fabel. Es erzeugt keine Illusionen und nutzt nur wenige Requisiten. Ein zentrales Stilmittel ist hierbei die Verfremdung unter anderem durch den Einsatz von Kommentaren, Gesang oder anderen Aktionen, die das Bühnengeschehen unterbrechen.