Hafenstraße
Eine Wunde klafft in der Lübecker Geschichte - der Mord an sieben Kindern und Jugendlichen und drei Erwachsenen am 18.1.1996.
Bei einem bis heute nicht aufgeklärten Brandanschlag kamen zehn Menschen in einer Flüchtlingsunterkunft ums Leben, 38 weitere Bewohner und Bewohnerinnen wurden verletzt. Am Gedenktag genau 30 Jahre später sitzen wir, der DS-Kurs im E-Jahrgang, gemeinsam mit einigen der Überlebenden und Angehörigen im Lübecker Theater. Hier führen sichtlich bewegte Schauspieler und Schauspielerinnen das Dokumentartheaterstück „Hafenstraße“ auf. Es sprechen Beteiligte der Verfahren und aus der Zivilgesellschaft, es werden Akten vorgelegt und viele Fragen gestellt. Das gesamte Publikum gedenkt stehend der Opfer. Und bleibt fast vollständig für das Nachgespräch sitzen. Hier äußern sich auch anwesende Angehörige. So unmittelbar ist dieses Geschehen mit diesem Ort verbunden, so nah ist täglicher Rassismus auch heute wieder, dass uns dieser Abend auf ganz besondere Weise berührt und bewegt hat.
K. Frädrich (Lehrerin für Darstellendes Spiel)
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Die Darsteller und Darstellerinnen des Stückes „Hafenstraße“ bei der Nachbesprechung
LEIBNIZ-GYMNASIUM BAD SCHWARTAU