Geschichte

„Aus der Geschichte lernt nur der, der sie richtig zu befragen versteht“

… meint Carl Peter Fröhling, ein deutscher Germanist und Philosoph.

Und die Fachschaft Geschichte möchte dazu anregen und ein entsprechendes Rüstzeug an die Hand geben. Was bedeutet das? 

Damit wir den Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Geschichte erleichtern, ist es notwendig, ihnen eine entsprechende Methodenkompetenz zu vermitteln. Das beinhaltet eine gezielte Förderung der Lesekompetenz, die Erarbeitung von Fachbegriffen und den Umgang mit verschiedenen Quellen. 

Wer fragt, bekommt Antworten und so auch eine Orientierung in Gegenwart und Zukunft. Die Beschäftigung mit der Vergangenheit gibt den Schülerinnen und Schülern Einsichten in Zusammenhänge ihrer Lebenswelt und bietet Möglichkeiten sich der Tragweite vergangener Ereignisse für die Gegenwart bewusst zu werden. Sie sorgt für Lösungsansätze in der heutigen Zeit, vor allem für mehr Verständnis und Toleranz im gesellschaftlichen Miteinander.

Geschichte hat in Schleswig-Holstein einen hohen Stellenwert: Sie wird bei uns ab Jahrgangsstufe 6 bis zum Abitur durchgängig unterrichtet. In der Oberstufe bieten wir neben den Kursen auf grundliegendem Niveau auch einen Kurs auf erhöhtem Niveau an, den sog. Profilkurs.

In der Orientierungs- und Mittelstufe werden die Themen chronologisch erarbeitet. Der Bogen spannt sich von der Vorgeschichte und der Antike bis zu den vielfältigen Ereignissen im 20. Jahrhundert.

Im Geschichtsunterricht der Oberstufe werden Semesterthemen bearbeitet. Sie sind immer mit einer Problemstellung verbunden und haben einen epochenübergreifenden Charakter. 

Auch außerschulische Lernorte sind fester Bestandteil des Unterrichts. Dazu gehören Exkursionen auch in das nahegelegene Lübeck mit seinen vielfältigen Möglichkeiten (St. Annen-Museum, Holstentormuseum, Hansemuseum, Willy-Brandt-Haus etc.) oder Projekte. Der Besuch der KZ-Gedenkstätte in Neuengamme ist etabliert.

Frau C. Günther

Geschichte-Blog

Fachtag zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Am 10. und 11. November 2022 besuchten die beiden Q1-Geschichtskurse von Frau Hesse sowohl das Stadtarchiv als auch die Stadtbibliothek Lübecks, um zum Thema Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg in und um Lübeck zu recherchieren. Die Idee hierzu legte nicht nur das Semesterthema mit seinem Menschenrechtsaspekt oder das Profilseminar mit seinem wissenschaftspropädeutischen Arbeiten nahe, sondern vor allem der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit seinem diesjährigen Thema "Mehr als ein Dach über dem Kopf. Wohnen hat Geschichte".

Die beiden Geschichtskurse - das Sprachprofil sowie Geographie- und Physikprofil-Schülerinnen und -Schüler - hatten sich vor dem Fachtag in Gruppen, bestehend aus fünf bis sieben Jugendlichen, aufgeteilt. Diese jeweiligen Gruppen wiederum mussten sich Corona-bedingt (in das Archiv durfte nur eine begrenzte Personenzahl) abermals teilen, so dass die eine Hälfte das Stadtarchiv und die andere die Stadtbibliothek besuchen konnte, um dort jeweils zu ihren Projektthemen zu recherchieren.

Archiv: Um 8:30 Uhr, an beiden Tagen, traf die Archivgruppe zusammen mit Frau Hesse vor Ort ein. Anschließend wurden sie von Frau Letz und Frau Dr. Kruse, zwei Archivarinnen, begrüßt und in die Arbeit im Archiv eingewiesen. Eine kleine Teilgruppe hatte hierbei sogar die Gelegenheit, ins Allerheiligste des Stadtarchivs vordringen zu dürfen: das Magazin. Hier konnte ein Blick auf Originalurkunden der Stadt geworfen werden, welche in anderen Museen Lübecks lediglich als Kopien vorzufinden sind.

Danach wurden im Vorfeld des Fachtages herausgesuchte, projektrelevante historische Quellen auf den Tischen des Lesesaals im Archiv unter thematischen Gesichtspunkten ausgelegt, sodass sich die Gruppen mit ihren eigenen inhaltlichen Schwerpunkten auseinandersetzen konnten. Nach einem ersten vorsichtigen Herantasten an die alten Materialien (z. B. Akten, Bücher, Zeitungsartikel, Fotoalben, Aufsatzheftchen usw.) wurde fleißig gearbeitet.

Die Quellen wurden gründlich gesichtet, untereinander hinsichtlich etwaiger unterschiedlicher Perspektiven abgeglichen und schließlich gedeutet. Für eine Weiterarbeit in der Schule wurden sie zudem mitunter auch abfotografiert. Besonders die Zeitzeugenberichte und Bilder der Lübeckschen Nachkriegszeit bleiben den Schülerinnen und Schülern im Kopf. Diese Quellen waren zum einen sehr spannend und beeindruckend, allerdings auch bedrückend und erschreckend. Bei Fragen konnten sich die Schülerinnen und Schüler jederzeit an die Archivarinnen wenden, die sehr engagiert behilflich waren.

Um 14:00 Uhr beendete die Archivgruppe ihre historische Arbeit am außerschulischen Lernort, welcher viele Anregungen und Fragestellungen für die Weiterarbeit sowohl im Klassenraum und als auch daheim mitgegeben hat.

Bibliothek: Um 9:30 Uhr, an beiden Tagen, startete die Bibliotheksgruppe in ihren Fachtag. Treffpunkt war die Stadtbibliothek, bei der ihre Geschichtslehrerin bereits auf sie wartete. Noch vor der offiziellen Öffnungszeit, 10:00 Uhr, wurden sie vom Bibliothekar Herrn Funk durch die Räumlichkeiten geführt und er erläuterte ausführlich, wo man was wie finden kann. Danach gingen die Gruppen selbstständig durch die Bibliothek und suchten Werke für ihre jeweiligen Projektthemen. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich an Tische, die in der gesamten Bibliothek verteilt waren, setzen und ungestört arbeiten.

Auch hier wurden verschiedene Inhalte aus den Büchern zusammengefasst oder aber für die weiterführende Arbeit in der Schule abfotografiert, um sie später historisch korrekt einordnen und bewerten zu können. Bei Fragen konnten sich die Schülerinnen und Schüler immer an der Info, wo u. a. auch Herr Funk wieder anzutreffen war, melden. Hier wurde ihnen sehr freundlich und kompetent weitergeholfen. 

Besonders interessant fanden die Lernenden, wie viele Flüchtlingslager mit ihren zahlreichen Baracken es in der Nachkriegszeit alleine in Lübeck gab.

Um 15:00 Uhr beendete dann auch die Bibliotheksgruppe ihre Exkursion.

Der Fachtag hat den Schülerinnen und Schülern sehr gefallen und ihnen bei der Arbeit für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten sehr geholfen. Zugleich erwarben die Jugendlichen hier bereits Basiskompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens. 

Florian Dethloff (Q1e) und Tara Kröger (Q1d)

Exkursion zur Gedenkstätte Neuengamme

Am Mittwoch, dem 16. März 2022 sind alle 9. Klassen mit dem Reisebus zur Gedenkstätte Neuengamme gefahren. In klassenübergreifenden Gruppen wurden wir dort über das weitläufige Gelände geführt.

Das Konzentrationslager Neuengamme in der Nähe von Hamburg war ein sogenanntes Arbeitslager der Nazis. In diesem Arbeitslager wurden Juden, Homosexuelle und Regimegegner zu schweren Arbeiten gezwungen mit dem Ziel „Vernichtung durch Arbeit".

Am Eingang sind zwei Hälften des nachgebildeten Tores. Als wir an das dachten, was wir bereits über diesen Ort gehört hatten, haben wir schon ein mulmiges Gefühl gehabt. Dieses verstärkte sich, je mehr wir über diesen Ort erfuhren. Jede Gruppe hatten einen Guide, welcher uns unsere Fragen beantworten konnte und uns viele interessante, aber gleichzeitig auch sehr bedrückende Informationen gegeben hat.

Man konnte sich verschiedenste Ausstellungen ansehen und Biografien durchlesen. Auch die einzelnen Orte, wo die Gefangenen gearbeitet haben, konnten wir sehen. Die Baracken mit den Schlafplätzen stehen zwar nicht mehr, ihre Lage wird aber durch Gabionen (Steinhaufen in Drahtgittern) angedeutet. Eine Schlafpritsche findet sich in einer der Ausstellungen.

Wir haben uns dann von überlebenden Gefangenen die Zeichnungen angeschaut. Die meisten waren sehr traurig oder grausam. Auf den Bildern waren ausgehungerte, kranke und traurige Menschen zu sehen. Den Gefangenen wurde all ihre Identität genommen. Sie wurden vollständig rasiert und die Kleidung und persönliche Dinge, wie Uhren, Ketten usw. wurden ihnen weggenommen. Das Einzige, woran man die Menschen unterschied, waren auf den Arm tätowierte Häftlingsnummern und die Wimpel auf den gestreiften Kleidungen. So gab es verschiedene Wimpel für Juden, Russen, politische Gegner, Homosexuelle, die sogenannten Asozialen und weitere.

Wir fanden diesen Ort schrecklich, brutal und grausam, aber wir wussten auch, dass er erhalten bleiben, gesehen und erklärt werden muss, damit so etwas nie wieder passiert.

Marieke Flatau, 9c / Antonia Gestl, 9d / Jonas Hauschild, 9a / Jasmin Ibrahim, 9b / Rayan El-Haj Moussa, 9c / Moritz Roch, 9a /Josefine Slaby, 9d

 

 

Geschichte vor Ort: Besuch im Europäischen Hansemuseum

Am Dienstag, den 31.08.2021 fuhren die siebten Klassen unseres Gymnasiums zum Europäischen Hansemuseum nach Lübeck. Um unseren hanseatischen Ausflug perfekt zu machen, schlossen wir einen Rundgang durch die Lübecker Altstadt an.

Nach einer kurzen Fahrt mit unterschiedlichen Bussen gingen wir in vier geführten Gruppen getrennt, mit einem zeitlichen Abstand von circa einer halben Stunde, auch schon los. Unsere Führungen dienten der Ergänzung und Veranschaulichung unseres Geschichtsunterrichtes zum Themenbereich Handel und Leben der Hanse.

Die Führungen gingen durch verschiedene Kulissen von Plätzen der Hansezeit. Besonders interessant fand ich den Raum, in dem die Privilegien der Kaufleute in Vitrinen ausgestellt waren. Das Gruseligste an dem Museumsbesuch war ein Raum, in dem eine Gasse zur Pestzeit von Lübeck nachgestellt war.

Nachdem alle Gruppen ihre Führungen beendet hatten, gab Frau Wasmuth uns eine exklusive hanseatisch orientierte Tour durch die Altstadt der Hansestadt Lübeck. Zunächst erfuhren wir etwas über die Schiffergesellschaft und anschließend einiges über die Marienkirche, in welche wir allerdings nicht hineingehen konnten. 

Anschließend ging es, vorbei an alten Kaufmannshäusern, auf den Lübecker Markt, wo wir viel Wissenwertes über das Rathaus und den Markt selbst erfuhren. 

Eine alte Eisdiele war schließlich unser letztes Ziel, bei welcher jeder von uns bei schönstem Sonnenschein ein leckeres Eis genießen konnte. Danach ging es auch schon wieder zurück zur Schule.

Der Ausflug war eine tolle Abwechslung zum eigentlichen Geschichtsunterricht. Vielen Dank an unsere begleitenden Lehrkräfte Frau Gudat, Frau Hesse, Frau Hieber, Herrn Thies, Herrn Wagner und Frau Wasmuth.

Imke Rös, 7c

Geschichtsausflug nach Neustadt

Wir, die Klasse 5C, trafen uns am Morgen des 10. Junis am Bahnhof und fuhren zusammen mit Herrn Tappe und Frau Stenman nach Neustadt in das Museum ZeiTTor. Uns wurden viele Dinge beigebracht, wie z. B. Feuer machen oder Getreide mahlen, und wir haben viel über das Leben der Steinzeitmenschen gelernt. 

Es hat der Klasse viel Spaß gemacht. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Tappe und Frau Stenman, dass sie diesen Ausflug ermöglicht haben.

Lilli B, Klasse 5C

  • „Ich würde es anderen Schülern und Schülerinnen empfehlen, da das Leibniz der perfekte Ort ist, um gemeinsam viele schöne Augenblicke zu erleben."

    (Ole, Q1)
  • „Die kurzen Tage ohne Nachmittagsunterricht finde ich super."

    (Stefan, Kl. 9)
  • „Das Leibniz ist sehr hilfreich und auch die beste Schule der Welt."

    (Peer, Kl. 6)
  • „Ein bisschen Keks steckt in jedem von uns."

    (Joon, Kl. 9)
  • „Ich finde besonders schön, dass die Pausenhalle so gemütlich ist."

    (Ida, Kl.6)
  • „Für mich bedeutet ‚Wir sind Leibniz‘, dass niemand ausgeschlossen wird."

    (Pia, Q1)
  • „Unsere guten Lehrer sind immer darauf aus, aus uns selbstständige Erwachsene zu machen."

    (Svea, Q1)
  • „Ich mag besonders gerne die Fachräume."

    (Jakob, Kl.6)
  • „Das Bistro ist genial."

    (Herr M. Rehbein, Lehrer)
  • „Es ist nicht zu leicht und nicht zu schwer."

    (Filip, Kl.6)
  • „Jeder Schüler wird so gut gefördert wie möglich und wir haben viele Möglichkeiten, uns zu entfalten."

    (Linda, Kl.9)
  • „Ich schätze die gemeinschaftlichen Aktionen, die einem ans Herz gewachsen sind: Skifahrt, Adventsbasar, Sponsorenlauf."

    (Laurin, Q1)
  • „Diese Schule ist gewachsen, sie ist wie ein Dorf für mich."

    (Herr M. Kunau, Lehrer)